Leipziger Allerlei – Abwechslung statt Einerlei
Zusammenfassung
| Portionen | |
|---|---|
| Quelle | CMA |
| Zeit | 30 Minuten |
Beschreibung
Auf seiner Reise von Ost nach West sind dem berühmten Leipziger Allerlei wesentliche Bestandteile verloren gegangen. Selbst im Osten wurde das sächsische Traditionsgericht lange stiefmütterlich behandelt: “Zu DDR-Zeiten wurde das Leipziger Allerlei zum zerkochtem Dosenallerlei degradiert, aber mit dem wirklichen Gericht hatte das nichts zu tun”, berichtet Kochbuchautorin und Leipzigerin Oda Tietz. Der Sternekoch und Inhaber des Leipziger Gourmetrestaurants Stadtpfeiffer Detlev Schlegel ergänzt: “Leipziger Allerlei sollte kein Allerlei des Eintopfs sein, sondern durch frische, perfekt knackig gegarte Zutaten überzeugen.” Höchste Zeit also, dass das Leipziger Allerlei wieder seinen ursprünglichen Platz als kulinarische Größe in der heimischen Küche einnimmt.
Zutaten
| 250 | g | zuckererbsen |
| 250 | g | möhren |
| 1 | st | kohlrabi |
| 3 | el | butter |
| 250 | g | pfifferlinge |
| 1 | pr | salz, zucker und pfeffer |
| 800 | kg | kartoffeln |
| 1 | bü | petersilie |
Zubereitung
Möhren und Kohlrabi schälen und in Stifte schneiden. Pfifferlinge mit putzen und große Exemplare halbieren. Petersilie waschen, fein hacken. 3 EL Butter mit etwas Salz und Zucker erhitzen. Darin werden die Möhren- und Kohlrabistifte gedünstet. Mit Deckel dauert das keine 10 Minuten. Zwischendurch werden die Pilze in etwas Butter geschwenkt und zusammen mit den noch gefrorenen Erbsen zu den Möhren gegeben. Wieder den Deckel auflegen und weitere Zeit dünsten.
Zum Schluss kann etwas etwas Hummerbutter vorsichtig untergehoben werden. Noch einmal abschmecken, reichlich Petersilie untermischen und fertig ist das Gemüse.
Hinweise
Leipziger Allerlei lässt auch neue Variationen zu
Laut Tietz kam das wahre Leipziger Allerlei früher in der gehobenen Bürgerschicht nicht wie heute als Beilage, sondern als Hauptgericht auf die Tafel. Doch das Traditionsgericht erlaubt auch Neues. Spitzenkoch Detlev Schlegel erfand für seine Gäste erst kürzlich eine raffinierte Variante des Klassikers: marinierte Entenleber und allerlei Gemüse der Region als exquisite, kalte Vorspeise. “Mir ist es wichtig, in unserer globalen Welt das Ganze immer auch ein klein wenig mit der Region zu würzen. Wir wollen den Gast neugierig auf Sachsen machen”, erklärt der Sternekoch.
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